GEGEN

BOXEN

MIT

PARKINSON

Prof. Dr. med. Andreas Raabe

Direktor und Chefarzt Universitätsklinik
für Neurochirurgie, Inselspital Bern

Streching hilft gegen Versteifung

Fussarbeit ist förderlich für eine gute Balance

Punching/Schlagen lindert das Zittern

Schreien wirkt einer dünnen Stimme entgegen

Sparring stärkt die Koordination

WAS IST PARKINSON?

Das Parkinsonsyndrom ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Weltweit gibt es rund 4,1 Millionen Patienten. Laut Studien wird ihre Zahl bis ins Jahr 2030 auf rund 8,7 Millionen steigen. In der Schweiz leben über 15 000 Betroffene. Parkinson betrifft etwa 1 Prozent der über 60-Jährigen und rund 3 Prozent der über 80-Jährigen. Bis zu 20 Prozent der Patienten sind bei der Diagnose jünger als 60 Jahre. Männer und Frauen sind etwa gleich oft betroffen.

Parkinson ist weder ansteckend noch eine typische Erbkrankheit. Zwar gibt es eine vererbliche (hereditäre) Variante. Diese ist aber ausserordentlich selten. Die Lebenserwartung der Erkrankten ist etwa gleich hoch wie bei gesunden Menschen.

Die Parkinsonkrankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Untergang von Nervenzellen im zentralen Nervensystem, besonders im Gehirn, kommt. In den ersten Krankheitsjahren steht der Untergang der für die Produktion des Botenstoffes Dopamin verantwortlichen Nervenzellen in der Substantia nigra (Schwarzer Kern, im Mittelhirn gelegen) im Vordergrund. Der resultierende Dopaminmangel führt zu diversen Störungen der Motorik. Diese können durch die Behandlung mit L-Dopa, der Vorläufersubstanz von Dopamin, gut behandelt werden. Schon früh im Krankheitsverlauf sterben aber auch in anderen Regionen des Gehirns Nervenzellen ab, die nichts mit der Produktion von Dopamin zu tun haben. Dies führt zu einer Reihe von Symptomen (z.B. vegetative Störungen, Schmerzen, Schlafstörungen, psychische Symptome), die mit fortschreitender Krankheitsdauer für die Patienten immer belastender werden. Für diese Symptome sind die Behandlungsmöglichkeiten derzeit leider noch stark eingeschränkt.

Mit professioneller Boxtechnik, angepasst auf die Bedürfnisse der Teilnehmer, werden die Koordination, das Zittern sowie andere Krankheitssymptome der Parkinson-Erkrankung gelindert und das Potenzial des eigenen Körpers erweitert. Alle Teilnehmer werden behandelt, wie in einem ganz normalen Boxtraining. Da es sich beim Training nicht um Kontaktboxen handelt, ist keine Verletzungsgefahr vorhanden.

VERSCHIEDENE TECHNIKEN

Die verschiedenen Techniken, die unterrichtet werden, helfen jeweils gegen die Parkinsonsymptome:

DIE KOMPETENZ

«Die Parkinson-Erkrankung kann nicht nur mit Physiotherapie, Medikamenten oder einer Operation behandelt werden, sondern auch durch Sport. Da besonders die Bewegung und Haltung von Parkinson-Patienten gestört ist, ist ein Training der Koordination und schneller Bewegungen fast schon ein direkter Kampf mit der Erkrankung. Boxen ist eine ungewöhnliche, aber sehr geeignete Sportart für diese Patienten. Es erhöht nicht nur den durch die Erkrankung erniedrigten Dopaminspiegel, sondern ist durch die besonderen Anforderungen an Koordination und Stabilität ein sehr gutes Training gegen Stürze und Unsicherheit, also die häufigsten Gründe für Verletzungen bei der Parkinsonkrankheit. Ich freue mich, dass Anyia Seki sich für das Boxtraining für Patienten engagiert.»

ANIYA SEKIS ENGAGEMENT

Rock Steady aus Amerika war der zündende Funke, der Aniya begeisterte, dies auch in der Schweiz, für alle betroffenen Parkinson-Kranken, anzubieten. Das Engagement kommt von Herzen und bereitet der Weltmeisterin grosse Freude. Die Tatsache, mit Boxen die Symptome zu lindern und den Erkrankten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, begeistert Aniya Seki.

Die Leute rund um das Boxen, haben Aniya in den letzten 10 Jahren Halt und Struktur gegeben. Es wurde für sie zum Lebensinhalt und zu einer richtigen Familie. Von der Wichtigkeit, solche sportlichen und bewegungstherapheutischen Angebote zu vermitteln, ist sie überzeugt. Es ist sehr wichtig, dass die Parkinson-Kranken sich bewegen, mit Gleichgesinnten reden und sich austauschen können. Die Lebensqualität wird so erheblich verbessert.

© Copyright by Aniya Seki, 2019. Alle Rechte vorbehalten.

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